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Der Theaterbau

 

Der Theatersaal im ehemalige Zehntstadel freigestellt als „Solitär“

Der mit markantem Traufgesims und Kuppelwalmdach barock überformte Bau des Theatersaals im Gemäuer von Zehntstadel bzw. Zeughaus war ursprünglich als Solitär errichtet,den man in den damaligen Klostergarten stellte. Unser Erweiterungsbau hält deshalb gebührend Abstand von seiner seit dem 19. Jahrhundert vernachlässigten und überformten Südfassade und stellt sie als historische Fassade mit ihrer geschlämmten Steinoberfläche in den Blick der Theaterbesucher von den drei Ebenen des Theaterfoyers.


Bühnenschleuse als Bindeglied

Eine Nutzung der entstehenden Fuge als lichtdurchflutete Bühnenschleuse und die daraus entstehenden Einblicke in die Theaterwerkstätten stellen die Produktionsbedingungen von Theater in den Blickpunkt der Besucher. Bei einem Tag der offenen Theaterwerkstätten könnte dieser markante Ort im Mittelpunkt der Festlichkeiten stehen.


Erweiterung des Landestheaters Schwaben mittels maßstäblicher Stadtbausteine

Erst jenseits der luftig hohen Bühnenschleuse beginnen also die neuen Bauvolumen der Theatererweiterung. Gemäß der erforderlichen Raumvolumina stufen sie sich mit ihrer bewegten Dachlandschaft behutsam empor und bilden maßstäbliche Platzräume zum Elsbethenhof und an der Ecke zur Schwesterstraße.


Theater der kurzen Wege

Um die Arbeitsbedingungen für Theaterproduktion und Spielbetrieb zu optimieren, wird eine kompakte Organisation gewählt mit kurzen Wegen innerhalb der jeweiligen Bereiche und möglichst unmittelbaren Verknüpfungen der Bereiche miteinander. So beziehen sich nahezu alle Werkstätten direkt auf die Montagehalle und sind unmittelbar mit Bühnenräumen, Probebühnen und Depots verbunden. Von der Verwaltung aus sind Proberäume, Bühne, Werkstätten und auch dasTheaterfoyer auf kürzest möglichem Weg erreichbar.


Gläserne Theaterwerkstätten

Der Wunsch der Auslober nach „gläsernen Werkstätten“ wird konsequent interpretiert. So öffnen sich die Werkstätten nicht nur mit großflächigen Verglasungen zum zukünftigen Theaterhof, sondern ebenso großzügig zur Bühnenschleuse, so dass man von Bühnenschleuse bis Theaterhof hindurchblicken kann.






 

Studiobühne als neuer Baustein am Theaterfoyer

Die Studiobühne wird auf Höhe des 2. Balkons unmittelbar an das bestehende Foyer angebunden, das dadurch eine attraktive Erweiterung erfährt mit Blick auf den Elsbethenhof.
Zur Verbesserung der Erschließungssituation innerhalb des Foyers insbesondere für gehbehinderte Besucher wird an der Nahtstelle zwischen bestehenden Foyer und Erweiterung ein Aufzug integriert, der nunmehr sämtliche Ebenen des Foyers verbindet.


Probenkomplex als Herzstück des Erweiterungsbaus

Auf der Ebene der Studiobühne schließt sich, gruppiert um eine weiträumige Erschließung(Probenschleuse), der Bereich der Probebühnen an. Von hier aus bestehen direkte Verknüpfungen mit allen Bereichen des Theaterbetriebes, mit Werkstätten, Depots, Bühnen,
Verwaltung, Foyer und auch mit den Gästewohnungen.


Theatergastronomie als Bindeglied zwischen Theaterfoyer, Kreuzgang und Elsbethenhof

Dort wo der historische Kreuzgang nach Süden abknickte wird über zwei Etagen das Theaterrestaurant eingefügt. Es erlaubt Einblicke in den Kreuzgang, evtl. auch seine temporäre
Mitnutzung, ist an beiden Geschossen an das Theaterfoyer angebunden und teilt sich sowohl im Ober- als auch im Untergeschoss die WC-Anlagen mit dem Theater. Auch die Theaterkasse ist eng mit dem Restaurant verbunden – sie wird über ein gemeinsames
Entrée erschlossen.


Konstruktion - Betonkern mit hölzerner Schale

Der Erweiterungsbau ist in Anlehnung an die Bestandsbauten des Theaters als Beton-Holz Mischkonstruktion konzipiert. Dabei werden die Betonbauteile auf die Bereiche beschränkt, wo dies aus Gründen der Statik, des Brandschutzes, der Heizung und Kühlung(Betonkerntemperierung)oder der Akustik erforderlich ist. Insbesondere Fassaden, Dach und Innenausbauten werden sichtbar in Holzständer-, Holzmassiv- oder Holzrahmenkonstruktion
errichtet.


Sparsame Energietechnik

Sowohl Heizung als auch Kühlung des Erweiterungsbaus erfolgen bei geringer Temperaturspreizung in Form der Aktivierung/Temperierung der Betonbauteile. Dies garantiert ein stabiles Raumklima und erlaubt unter anderem auch eine effiziente Nutzung örtlicher regenerativer Energiequellen (evtl. z.B. Geothermie). Die Lüftungsanlage des Erweiterungsbau
braucht somit lediglich auf die erforderlichen Luftwechselraten ausgelegt zu werden, was einen wirtschaftlichen und ökologisch sinnvollen Betrieb garantiert.



 



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