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Dem Kloster auf der Spur

Grabungen im Elsbethenhof
Funde zurück bis in das ausgehenden Hochmittelalter im 12. Jahrhundert sind das Ergebnis archäologischer Ausgrabungen auf dem Areal der ehemaligen Elsbethenschule.Figurengefäße und ornamentierte Bodenfliesen, aber auch neue Erkenntnisse zur Geschichte Memmingens können präsentiert werden.
Zahlreiche Grubenfunde, vor allem Pfostengruben, belegen eine gehöftartige Besiedlung des Ortes, bevor hier ein Kloster existierte. Dieses wird erstmals 1250 erwähnt. Sein Kreuzgang wird gar erst 1475 erstmalig erwähnt, als die bestehenden Klosterbauten erweitert und erneuert wurden.
Die berühmte Memminger Malerfamilie Strigel malte den Kreuzgang mit spätgotischen Fresken aus, von dem nur noch Teile des Nordtraktes erhalten sind.
Bei den Ausgrabungen  stieß man zudem auf Fundamente aus Illerkieseln eines älteren Kreuzgangs. Dieser bildete ein Innenhof im heutigen Elsbethenhof. Hier wurde ein Brunnen entdeckt, der während der „Klosterzeit“ gegraben wurde. Eine schwarze Erdschicht bestätigt den in der Geschichtsschreibung mit 1490 datierten Brand des Klosters. 1526 wurde das Kloster aufgelöst. Der Brunnen wurde als Abfallgrube genutzt. Zahlreiche, auch komplette Keramikgefäße konnten hier geborgen werden. Fortan diente das Kloster als „Almoskasten“ gewissermaßen einer Armenversorgungsanstalt, bevor nach 1572 der Neubau einer Lateinschule, der bis 1802 genutzt wurde, entstand. Ihr Eingang zum Hof kann ebenfalls durch Ausgrabungen im Gebäude rekonstruiert werden. Eindrucksvoll zeigt die Ausgrabung, wie ein Gebäude auf dem anderen entstand. Ab 1805 folgte dann die Nutzung als Volksschule bis in die jüngere Vergangenheit.

Für weitere Informationen finden Sie hier den Kurzbericht zur archäologischen Sondierung.






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